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20.03.2026
20:59 Uhr
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Auf einer Party im brandenburgischen Falkenberg haben Jugendliche rassistische Parolen gesungen. Ministerpräsident Dietmar Woidke zeigt sich fassungslos.

In einem Club im brandenburgischen Falkenberg ist es auf einer Teenager-Party zu rassistischen Parolen zum Partyhit L'Amour toujours gekommen. Ein auf Instagram veröffentlichtes Video der Veranstaltung sorgte für Empörung. Nach Angaben des Clubbetreibers Tino Veit feierten auf der Party am vergangenen Samstag etwa 100 bis 150 Kinder und Jugendliche ab elf Jahren. Er bedaure, was aus dem Lied gemacht wurde, "gerade bei einer Kinderveranstaltung", sagte Veit. Künftig wolle er DJs besser auf solche Situationen vorbereiten, um schneller reagieren zu können. Er sei offen und gegen jede radikale Haltung. Das Lied wurde dem Betreiber zufolge zweimal abgespielt. Er verwies auf eine "schwierige Situation" am vergangenen Samstag, da der geplante DJ nicht erschienen sei und er auf der Suche nach Ersatz zunächst eine Playlist abgespielt habe. Dort ertönte dann das Lied L'Amour toujours – und dazu die rassistischen Parolen. In dieser Zeit sei er mit der Suche nach einem Ersatz-DJ beschäftigt gewesen. Dieser habe das Lied später ein weiteres Mal abgespielt und sei von der Reaktion der Jugendlichen überrascht gewesen. Als der Clubbetreiber merkte, dass die Situation eskaliere, sei er auf die Bühne gegangen und habe die Musik leiser gedreht und darauf hingewiesen, dass der Text nicht in das Lied gehöre. Woidke: "Jugendliche grölen Naziparolen und keiner greift ein" Ministerpräsident Dietmar Woidke kritisierte auf Instagram, dass es zwei Liedschleifen gedauert habe, bis jemand eingeschritten sei. "Jugendliche grölen Naziparolen und keiner greift ein. Ich bin fassungslos. Wir dürfen dazu niemals schweigen!", schrieb der SPD-Politiker. Der Partyhit L'Amour toujours ist mehr als 20 Jahre alt, sein Refrain hat keinen Text. Der Song wird immer wieder für rassistische Parolen missbraucht . Für große Empörung sorgte 2024 ein Video, das Besucher einer Bar auf der Nordsee-Insel Sylt zeigt, die zu der Melodie rassistische Parolen sangen.