|
24.05.2026
13:16 Uhr
|
In seiner Predigt zu Pfingsten betont Papst Leo den Geist des Friedens. Die Weltlage bedachte er mit kritischen Worten.

Das Pfingstfest hat Papst Leo XIV. mit einem Aufruf zu Frieden , Verständigung und Vergebung begangen. Bei der Messe im Petersdom ermutigte er Christinnen und Christen, die Botschaft von Gottes Liebe in aller Welt zu verkünden. Derzeit gebe es Veränderungen, »die die Welt nicht erneuern, sondern sie durch Irrtümer und Gewalt altern lassen«, kritisierte Leo in seiner Predigt. Der Krieg werde nicht durch eine »Supermacht« gewonnen, sondern durch die »Allmacht der Liebe« besiegt. Pfingsten ist im Christentum das Fest des Heiligen Geistes – zugleich gilt es als das Geburtsfest der Kirche. In der Apostelgeschichte erzählt die Bibel, wie die Jünger Jesu durch das Pfingstwunder »mit Heiligem Geist erfüllt wurden und begannen, mit anderen Zungen zu reden«. Das sogenannte Sprachenwunder soll darauf hinweisen, dass die Verkündigung der Botschaft Jesu sprachübergreifende Bedeutung für die ganze Welt hat. Bei seiner Predigt erinnerte der Papst die Menschen daran, dass sie an dieser Verkündigung beteiligt seien. Nach der Predigt gedachte der Papst auf dem Petersplatz seinem Vorgänger Franziskus . Angelehnt an dessen Vision einer offenen Kirche, rief auch Leo zu Offenheit und Gastfreundlichkeit auf. Das gelte auch gegenüber jenen, »die ihre Türen für Gott, für andere, für die Hoffnung und für die Lebensfreude verschlossen haben«.