Zeit 03.10.2026
05:51 Uhr

Nordkorea: Nordkorea feuert weitere ballistische Rakete ab


Das nordkoreanische Militär hat nach Angaben aus Südkorea ein weiteres Geschoss ins Meer gefeuert. Die USA sehen keine Gefahr für Verbündete und eigenes Personal.

Nordkorea: Nordkorea feuert weitere ballistische Rakete ab
Nordkorea hat ein weiteres Mal ein Geschoss in Richtung des Meeres östlich der koreanischen Halbinsel abgefeuert. Das berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische Militär. Nach Einschätzung des japanischen Verteidigungsministeriums und des zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs (Pacom) handelt es sich bei dem Geschoss wohl um eine ballistische Rakete. »Wir sind über den Raketenstart informiert und stehen in engem Kontakt mit unseren Verbündeten und Partnern«, teilte Pacom mit. Das Projektil stelle keine Bedrohung für US-Personal oder Verbündete in der Region dar. Das japanische Verteidigungsministerium teilte mit, die Rakete sei wahrscheinlich außerhalb der japanischen ausschließlichen Wirtschaftszone ins Japanische Meer gestürzt. Dem abgeschotteten Land unter Machthaber Kim Jong-un ist es gemäß mehreren Resolutionen des UN-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern. Nordkorea testet dennoch regelmäßig ballistische Raketen und andere Waffensysteme. Nach Einschätzung von Fachleuten dienen die Tests dazu, die militärischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und Stärke zu demonstrieren. Explosionen haben Spannungen zwischen Nord- und Südkorea verstärkt Nordkorea hatte zuletzt am 20. September mindestens eine ballistische Rakete in diese Richtung abgefeuert. Auch am 12. September feuerte das nordkoreanische Militär mehrere ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Ostmeers ab. An diesem Meer liegen die Staaten Japan, Russland, Südkorea und Nordkorea. In der vergangenen Woche hatte es zwischen Nord- und Südkorea zudem Spannungen wegen Explosionen im Grenzgebiet gegeben. Laut dem südkoreanischen Generalstab waren drei Offiziere in der entmilitarisierten Zone im Grenzgebiet durch eine Explosion verletzt worden. Südkorea machte Nordkorea für die Detonation verantwortlich. Die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, Kim Yo-jong, wies die Vorwürfe zurück.