Zeit 11.03.2026
08:54 Uhr

Rüstungsunternehmen: Rheinmetall erwartet starkes Umsatzplus im laufenden Jahr


Die Auftragsliste von Rheinmetall ist lang, 2026 erwartet der Waffenkonzern ein Umsatzplus von bis zu 45 Prozent. Der operative Gewinn stieg 2025 deutlich.

Rüstungsunternehmen: Rheinmetall erwartet starkes Umsatzplus im laufenden Jahr
Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall erwartet für das laufende Jahr ein Umsatzplus von bis zu 45 Prozent. Wie der Konzern mitteilte, soll der Umsatz auf bis zu 14,5 Milliarden Euro steigen. Für das vergangene Jahr verzeichnete Rheinmetall ein Umsatzplus im Vorjahresvergleich von fast 30 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro. Der operative Gewinn lag bei 1,8 Milliarden Euro, ein Plus von mehr als 30 Prozent. Die Dividende für 2025 soll auf 11,50 Euro steigen. Im vergangenen Jahr lag sie noch bei 8,10 Euro. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt, der sogenannte Backlog liegt bei 63,8 Milliarden Euro – so viel war es noch nie. Wachstum durch Irankrieg und neue Marinesparte Rheinmetall profitiert davon, dass europäische Staaten vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine stark aufrüsten. "Die Welt verändert sich rasant und Rheinmetall ist bestens vorbereitet", sagte Konzernchef Armin Papperger. "Wir werden gebraucht, wenn es darum geht, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu erhöhen und eine wirksame Abschreckung zu schaffen." Der Rüstungskonzern will auch durch den Irankrieg wachsen. Das Unternehmen teilte mit, dass es den USA helfen wolle, ihre geleerten Raketenarsenale wieder aufzufüllen. Im November hatte sich Rheinmetall neue Mittelfristziele gesteckt. Dazu gehört eine Verfünffachung des Gewinns bis 2030 auf rund 50 Milliarden Euro im Vergleich zu 2024 – unter anderem wegen der neuen Marinesparte des Unternehmens. Ab 2027 will Rheinmetall insgesamt 1,5 Millionen Schuss Artilleriegranaten jährlich herstellen.