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30.09.2026
11:34 Uhr
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Studentisches Wohnen wird deutschlandweit teurer. Studierende zahlten laut einer Auswertung im ersten Halbjahr 2026 um 2,6 Prozent mehr Miete als im Jahr zuvor.

Für Studentinnen und Studenten hat sich im ersten Halbjahr 2026 keine Entlastung auf dem deutschen Wohnungsmarkt abgezeichnet. Die qualitätsbereinigten Mieten für studentisches Wohnen sind im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Durchschnitt um 2,6 Prozent gestiegen, wie aus dem Studentenwohnreport 2026 des Finanzdienstleisters MLP und des Instituts der deutschen Wirtschaft hervorgeht. Über drei Jahre betrug der Anstieg demnach im Schnitt 4,0 Prozent pro Jahr. Am stärksten verteuerten sich kleine Wohnungen. Wohnungen unter 40 Quadratmetern legten binnen eines Jahres um 3,5 Prozent zu, WG-Mieten erhöhten sich um 2,3 Prozent, möblierte Wohnungen auf Zeit um 2,0 Prozent. Wohnen bleibt in München am teuersten Bei den Mietkosten an den einzelnen Hochschulstandorten gibt es laut der Auswertung große Unterschiede . Am teuersten ist demnach auch in diesem Jahr eine Mietwohnung in München mit durchschnittlich rund 880 Euro monatlich, gefolgt von Berlin, Frankfurt und Köln sowie Hamburg und Heidelberg mit etwa 700 bis 720 Euro. Am günstigsten ist Chemnitz mit rund 280 Euro. Auch beim WG-Zimmer reiche die Spanne von rund 850 Euro in München bis rund 220 Euro in Chemnitz. Die höchsten Zuwächse in den letzten drei Jahren verzeichneten dem Report zufolge Hamburg und Saarbrücken mit jeweils 5,8 Prozent sowie Bochum mit 5,5 Prozent pro Jahr. Mit der BAföG‑Wohnkostenpauschale lässt sich somit nur die Miete einer Wohnung in Chemnitz komplett decken. Mehr Druck auf den Wohnungsmarkt in den nächsten Jahren Zum Sommersemester 2027 soll die Wohnkostenpauschale für BAföG‑Empfänger von 380 Euro auf 440 Euro steigen . Die Erhöhung war ursprünglich bereits zum Beginn des Wintersemesters geplant gewesen, verzögerte sich jedoch nach Finanzierungsdebatten in der Koalition. Auch die Zahl an Studierenden wird laut der Prognose der Sonderauswertung ansteigen und bis 2040 über dem heutigen Niveau liegen. Der Studentenwohnreport untersuchte auch die Bautätigkeit an den 38 Hochschulstandorten. Zwar wird an beliebten Hochschulstandorten überdurchschnittlich viel gebaut, vielerorts reicht dies trotzdem nicht aus, um die Wohnraumknappheit abzuschwächen .