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13.08.2026
16:51 Uhr
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Manuela Schwesig tritt in einer TV-Debatte gegen den AfD-Politiker Leif-Erik Holm an. CDU und Linke wurden ausgeladen – und vermuten dahinter Schwesigs Einflussnahme.

Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erheben CDU und Linke Vorwürfe gegen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) . Laut CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters soll Schwesig darauf bestanden haben, in einem geplanten TV-Duell nur gegen den AfD-Spitzenkandidaten Leif-Erik Holm anzutreten. Deshalb seien die Spitzenkandidaten anderer Parteien von der Debatte, die die Sendergruppe RTL/ntv übertragen wird, ausgeladen worden. Nach Angaben der Linken, dem Koalitionspartner der SPD in Mecklenburg-Vorpommern, erfolgte die Ausladung Ende Juli – auf Wunsch der SPD. Hennis Herbst, Vorsitzender des Landesverbandes der Linken, bezeichnete den Vorgang als höchst problematisch. Linke Argumente gingen in der Debatte verloren. »Stattdessen erhält nun auch die AfD mehr Sendezeit«, sagte Herbst. Ein TV-Duell nur gegen die AfD nütze den Sozialdemokraten vielleicht im Wahlkampf, sei aber nicht im Interesse der Demokratie, sagte Herbst weiter. »Die Ausladung verwundert umso mehr, da sich RTL/ntv bei einem vergleichbaren Format in Sachsen-Anhalt anders entschieden haben und alle demoskopisch relevanten Parteien teilnehmen«, sagte der Landeschef der Linken in Mecklenburg-Vorpommern. SPD und RTL weisen Vorwürfe zurück Die SPD bestritt die Anschuldigungen von CDU und Linken. Schwesigs Sprecherin teilte mit, die Ministerpräsidentin habe mehreren Sendern für Kandidatenduelle zugesagt. Über das Format würden die Sender jedoch selbst entscheiden. Auch die Sendergruppe RTL/ntv wies die Vorwürfe zurück. Laut RTL wurden bei der Planung unterschiedliche Konstellationen geprüft, zunächst auch eine größere Runde mit Vertretern von SPD, AfD, CDU und Linken. Nach weiterer redaktioneller Abwägung habe man sich wegen der aktuellen Umfragewerte für das Duell zwischen Holm und Schwesig entschieden. Politischen Druck habe es weder von der Landesregierung noch von der SPD gegeben. Dem widersprach CDU-Spitzenkandidat Peters. Offiziell hätten die Sender die Ausladung mit redaktionellen Gründen gerechtfertigt, sagte Peters. »Wir wissen aber, dass Manuela Schwesig unmissverständlich mitteilen ließ, dass sie ausschließlich für ein Duell zur Verfügung steht.« Mit der Polarisierung des Wahlkampfs wolle Schwesig wohl eine inhaltliche Auseinandersetzung über ihre Arbeit als Regierungschefin vermeiden, mutmaßte Peters. Er kritisierte die Zuspitzung der Wahl auf einen Zweikampf und sprach von einer »Strategie, mit der sie auch der AfD die Wähler in die Arme treibt«. Über die Vorwürfe gegen Schwesig hatte zuerst die taz berichtet. AfD in Umfragen deutlich vor SPD In jüngsten Umfragen war die AfD mit 36 Prozent stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern. Die SPD kam auf 29 Prozent, die Linke auf elf, die CDU auf zehn. Auch die Grünen könnten den Einzug ins Parlament schaffen; sie standen zuletzt bei rund fünf Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt . Zeitgleich findet in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus statt. In Sachsen-Anhalt wird zwei Wochen zuvor ebenfalls ein neuer Landtag gewählt .