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07.08.2026
05:58 Uhr
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Die Bundesregierung arbeitet an Plänen für einen neuen Zivildienst. Was bedeutet das für den Arbeitsmarkt? Und: Wie die Aufarbeitung der Verbrechen in Syrien vorankommt.

Die Bundesregierung bereitet derzeit die Grundlagen für einen möglichen neuen Zivildienst vor. Hintergrund ist eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht , für die auch ein Ersatzdienst für Wehrdienstverweigerer geschaffen werden müsste. Das Familienministerium will seine Pläne nach der Sommerpause vorstellen. Innerhalb der Bundesregierung gibt es jedoch unterschiedliche Positionen: Die SPD setzt eher auf eine Stärkung freiwilliger Dienste statt auf neue Pflichtdienste . Auch Opposition und Sozialverbände äußern Kritik und warnen davor, dass ein verpflichtender Zivildienst als kostengünstiger Ersatz für sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze dienen könnte. Was an dieser Kritik dran ist und ob es überhaupt genügend Einsatzplätze gibt, erklärt Clara Suchy , Redakteurin im Wirtschaftsressort der ZEIT. Nach dem Sturz des Assad-Regimes Ende 2024 beginnt Syrien mit der Aufarbeitung jahrzehntelanger Menschenrechtsverbrechen. Tausende Familien suchen weiterhin nach Angehörigen, die während der Herrschaft von Baschar al-Assad verschwunden sind. Allein während des Bürgerkriegs sollen bis zu 300.000 Menschen verschleppt worden sein, viele von ihnen gelten bis heute als vermisst. Die neue syrische Führung hat Kommissionen für Menschenrechtsverletzungen und die Suche nach Vermissten eingerichtet. Zudem werden ehemalige Vertreter des Assad-Regimes festgenommen und erste Prozesse geführt. Viele Betroffene kritisieren jedoch, dass die Aufarbeitung zu langsam vorangehe und nicht alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden. Besonders umstritten sind mögliche Vereinbarungen mit früheren Unterstützern des Assad-Regimes, die weiterhin Einfluss haben. Wie die Menschen in Syrien damit umgehen, berichtet ZEIT-Autorin Andrea Backhaus . Und sonst so? US-Forscherin entwickelt Springseil-Maschine Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Sophia Boddenberg , Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de .